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  ERFOLGSFAKTOR PERSONAL (2)

Idealerweise leitet sich der Maßstab zur Beurteilung von Mitarbeiterleistungen vom Unternehmensziel ab. Aus meiner langjährigen Erfahrung mit mittelständischen Unternehmen weiß ich, dass das Unternehmensziel natürlich immer im Kopf des Unternehmers präsent ist, dass es jedoch an der Dokumentation, einer Beschreibung über den Weg zum Ziel, häufig hapert. Ganz zu schweigen von der Kommunikation des Unternehmensziels in Richtung Mitarbeiter.

 

Orientierung durch Ziele

In diesen unruhigen Zeiten ist kein Unternehmen auf Dauer überlebensfähig, in dem nicht das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter gefördert wird. Sicher nicht bei allen, aber ganz bestimmt bei denen, die unternehmerische Entscheidungen mit umsetzen sollen. Mit-Unternehmerschaft im Denken ist eine Schlüsselqualifikation, um Veränderungen erfolgreich managen zu können. Denn Veränderungen finden immer in den Köpfen der Menschen statt - oder gar nicht. Veränderungsziele kann man flott formulieren und deren Umsetzung einfordern, ob es gelingt, hängt von den Einstellungen und den Verhalten jedes Einzelnen ab. Nur ein akzeptiertes Unternehmensziel ist ein gutes Unternehmensziel! Überprüfen Sie das mit folgenden Schlüsselfragen:

  • Haben Sie Unternehmensziele und sind diese auch dokumentiert?
  • Nehmen die wichtigen Mitarbeiter an der Erarbeitung der Unternehmensziele teil?
  • Kennen Ihre Mitarbeiter die Unternehmensziele?
  • Wie führen Sie? Situativ? Mit Anweisungen?

Mitarbeiter brauchen eins vor allem: Orientierung. Das können auch Anweisungen sein. Aber eben nicht nur. In der dynamischen und komplexen Arbeits- und Unternehmenswelt von heute ist es ganz unmöglich, Produktions- und Veränderungsprozesse nur durch Anweisungen steuern zu wollen. Machen Sie Betroffene zu Beteiligten, und Ihre Mannschaft wird zu einem Erfolgsfaktor im Wettbewerb!

 

Personalmanagement professionalisieren!

Und so präsentiert sich das typische Mittelstandsunternehmen in seinem Verhältnis zum Personal eher janusköpfig: Einerseits wird die enge Bindung und vertrauensvolle Kommunikation zu den Mitarbeitern gelebt und gelobt, andererseits findet eine Personalentwicklung, die diesen Namen auch verdient, meist nicht statt. Die Aktivitäten einer Personalabteilung – falls es sie denn überhaupt gibt – beschränken sich häufig auf reine Personalverwaltungstätigkeiten. Diese mangelnde Professionalität findet vor dem Hintergrund enormer Anstrengungen der Großunternehmen im Bereich der Personal- und Führungskräfteentwicklung statt. Im Rating der Kreditinstitute ist das Personalmanagement ein wichtiges Beurteilungskriterium und zählt – wie oben erwähnt - zu den sogenannten „weichen“ Faktoren. Ihre Gewichtung hängt dabei von der Unternehmensgröße ab: Je kleiner das Unternehmen, desto geringer ist das Gewicht der „weichen“ Faktoren. Aber egal ob klein oder groß: das Rating der Kreditinstitute, wird die notwendigen Professionalisierung des Personalmanagements im Mittelstand beschleunigen.